April 13th, 2010
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Einer Meldung der Nachrichtenagentur Associated Press zufolge wurde nach Angaben der südafrikanischen Regierung mit Janice Bronwyn Linden wiederum eine Ausländerin zum Tode verurteilt. Die Bestätigung des Urteils durch das Höchstgericht steht noch aus.
Willkommen im ersten Beitrag zum neuen China-Blog. Sinn und Zweck dieses Blogs ist es, Nachrichten aus und über China auch Abseits aller Medienhypes zu verbreiten. So soll zu einem besseren Verständnis der chinesischen Gesellschaft und Politik beigetragen werden. Schwerpunktthemen werden unter anderem Technologie- und Gesellschaftspolitik, Klima- und Umweltschutz, Menschenrechte sowie die Chinesen in Europa sein. Neben Berichten und Kommentaren werden auch Kritiken aktueller und interessanter Bücher Inhalt dieses Blogs sein.
Dieser erste Artikel beschäftigt sich mit einer aktuellen Meldung der AP, wonach wiederum eine Ausländerin wegen Drogenhandels in China zum Tode verurteilt wurde. Nachdem bereits in den letzten Wochen ein Brite und vier Japaner in China hingerichtet wurden, trifft es diesmal eine Südafrikanerin. Am 29. Dezember 2009 war der 53-Jährige in Pakistan geborene Brite Akmal Shaikh unter Protest der britischen Regierung nach Angaben der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua durch die Giftspritze hingerichtet worden. Es war die erste Hinrichtung eines Europäers in China seit über 50 Jahren. Durch seinen Tod kam die Hinrichtungspraxis des chinesischen Staates neuerlich ins Zentrum der Aufmerksamkeit der westlichen Öffentlichkeit.
Erst vor wenigen Tagen, am 6. April, folgte die erste Hinrichtung eines Japaners in China seit der Normalisierung der Beziehungen beider Länder im Jahr 1972, wie die französische Zeitung Le Monde berichtet. Letzten Freitag wurden drei weitere Japaner hingerichtet. Alle Veruteilten wurden des Drogenhandels beschuldigt.
Während der britische Premier Gordon Brown heftig gegen das Urteil gegen den Briten protestierte, bezeichnete die japanische Justizministerin Keiko Chiba das Urteil al „streng“, betonte jedoch, dass es keinerlei Auswirkung auf die japanisch-chinesischen Beziehungen habe. Hintergrund für die zurückhaltende Reaktion japanischer Stellen dürfte der Versuch sein, eine Debatte um die Todesstrafe im eigenen Land zu unterdrücken. Die südafrikanische Regierung ist laut AP bemüht die Hinrichtung ihrer Landsfrau zu verhindern.
Alle betroffenen Regierungen sind bemüht, die Hinrichtungen ihrer Landsleute nicht zum Anlass zu nehmen, die bilateralen Beziehungen zur Volksrepublik China zu schädigen. Doch die Todesurteile gegen die vier Menschen sind eine Erinnerung an den Umgang der chinesischen Regierung mit den Menschenrechten. <a href=”http://www.amnesty.org/en/news-and-updates/report/death-penalty-report-china-must-end-secrecy-surrounding-sentences-and-execut”>Amnesty international</a> weist darauf hin, dass in China jährlich mutmaßlich Tausende Menschen hingerichtet werden, wobei die Behörden keine offiziellen Zahlen veröffentlichen.
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Juli 9th, 2009
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Seine Bücher begleiteten die ersten Jahre zahlreicher Studenten der chinesischen Sprache. In den Siebziger Jahren waren sie revolutionär. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts wurden sie, obwohl mittlerweile lämgst überholt, an manchen Institutionen immer noch verwendet.
John DeFrancis hat die Entwicklung der China-Studien geprägt wie wenig andere. Am 2. Jänner 2009 ist er im Alter von 97 Jahren verstorben.
Ein ausführlicher Nachruf findet sich hier.
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Juli 9th, 2009
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Dieses Buch bietet einen lebendigen und kurzen Einblick in die chinesische Politik. Nach einem kurzen Überblick über die chinesische Geschichte führt Jürgen Hartmann die Leserin sowohl in das formelle politische System wie auch in informelle gesellschaftliche Strukturen ein. Seine Ausführungen bleiben dabei sehr kurz und überblicksartig. Aufschlussreich sind die Exkurse zu den politischen Entwicklungen in Japan und Russland. Durch sie wird sichergestellt, dass die Perspektive nicht auf China allein beschränkt bleibt.
Es fällt auch auf, dass Hartmann Abstand nimmt von der üblichen Überbetonung der Vorgänge in der politischen Zentrale Chinas. Durch seine Ausführungen über die Rolle lokaler Politiken und über das föderalistische System gewinnt der/die LeserIn einen ganzheitlichen Blick auf das politische Geschehen in China. Wenig betont werden hingegen Politikinhalte, etwa Themen der Energie- oder Umweltpolitik.
Leider sind Hartmanns Beschreibungen häufig sehr unpräzise. Quellen werden nur in Ausnahmefällen explizit angeführt. Der Autor stützt sich ausschließlich auf die Literatur der amerikanischen und europäischen Chinaforschung. Dabei verzichtet er auf die Miteinbeziehung von Primärquellen und chinesischsprachiger Fachliteratur. Auch fehlen Verweise auf einschlägige Websites.
Dies macht die Verwendung dieses Bandes als Grundlage für weiterführende Forschung problematisch. Jürgen Hartmann legt einen Band vor, der eine kurze, kompakte und umfassende Einführung in das Fachgebiet darstellt. Der leicht lesbare Text ist gut geeignet, schnelles und fundiertes Wissen über die Politik Chinas zu erhalten. Für den/die StudentIn ist es jedoch ratsam, auch zu weiteren Überblicksbänden zu greifen, um den Gegenstand besser auszuleuchten.
Hartmann, Jürgen (2006): Politik in China: Eine Einführung, VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden.
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Juli 9th, 2009
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Kein Politiker hat das China des 20. Jahrhunderts so geprägt wie Mao Zedong. Ihm gelang es, das Riesenreich nach Jahrzehnten der Zersplitterung und des Kampfes weitgehend zu einen. Die Gründung der Volksrepublik China bedeutete das Ende der Bürgerkriege und die endgültige Abwehr ausländischer Invasoren. Das war die größte politische Leistung Maos.
In ihrer neuen Biographie des chinesischen Führers zeichnet die Historikerin Sabine Dabringhaus das Leben dieses Mannes nach, ganz ohne Mytifizierung in der einen oder anderen Weise. Es ist weder eine Biographie des großen Anführers und Ideologen noch des unbarmherzigen Massenmörders. Aus einer gebührenden Distanz trägt sie so zu einem tieferen Verständnis der chinesischen Geschichte bei. Dadurch hebt sich dieses Buch auch aus der Masse an Mao-Biographien ab.
Der leicht lesbare Text gewährt einen kompakten Einblick in die Biographie jener Persönlichkeit, die so unumgänglich für die Betrachtung Chinas und gerade deshalb umso umstrittener unter HistorikerInnen ist. Die kurze, aber gut gegliederte Bibliographie am Ende des Bandes regt zu weiterem Studium an.
Jedem, der sich mit China und seiner Politik beschäftigt, sei die Lektüre dieses Büchleins empfohlen. Es gibt einen guten Überblick über die wichtigsten Daten und Geschehnisse der Mao-Ära und stellt so eine gute Grundlage für eine tiefer gehende und kritische Beschäftigung mit dem Phänomen Mao Zedong dar.
Sabine Dabringhaus, Mao Zedong, C.H.Beck, München, 2008, 136 S.
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Juli 9th, 2009
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Thomas Heberer legt mit seinem Artikel die aktuellste allgemeine Darstellung der chinesischen Politik vor. Das umfangreiche Kapitel stammt aus einem Sammelband zu den politischen Systemen Ostasiens, herausgegeben vom Autor des Textes selbst und der deutschen Politikwissenschafterin Claudia Derichs. Die AutorInnen des Bandes versuchen sich in ihren Darstellungen an gemeinsame Parameter zu halten. Dies ermöglicht einen direkten Vergleich Chinas mit den politischen Systemen Nord- und Südkoreas, Japans, Taiwans und Hongkongs.
In seiner Abhandlung geht Heberer, selbst Politikwissenschafter mit Schwerpunkt Ostasien, vor allem auf die informellen Strukturen und Prozesse in der chinesischen Politik ein. Besonderes Augenmerk widmet er dem Verhältnis zwischen Staat und Gesellschaft sowie der chinesischen Zivilgesellschaft.
Eine Besonderheit dieser Darstellung sind die zahlreichen Verweise auf politische Diskurse (wie etwa jenen des Patriotismus und Nationalismus), die aber oft nur kurz analysiert werden. Wünschenswert wäre darüber hinaus eine größere Anzahl von Quellenverweisen für weitere Recherchen.
Zu kritisieren ist des Weiteren die oft etwas unhinterfragte Anwendung westlicher Normen, wie etwa im Umgang mit den Konzepten des Liberalismus und des Kapitalismus. Die am Ende des Kapitels aufgeworfenen Perspektiven für die Zukunft des Landes stehen etwas im luftlehren Raum und lassen sich nur zum Teil aus den vorangegangen Kapiteln ableiten.
Durch ihre hohe Aktualität und Übersichtlichkeit ist die Einführung Heberers lesenswert für alle, die einen Einblick in das politische Leben Chinas erlangen möchten. Der Text richtet sich in erster Linie an Studenten der chinesischen Politik, ist aber durch seine gute Lesbarkeit und Kompaktheit auch für allgemein an China interessierte geeignet.
Thomas Heberer: Das politische System der VR China im Prozess des Wandels, in: Heberer, Thomas/Derichs, Claudia (Hg.): Einführung in die politischen Systeme Ostasiens: VR China, Hongkong, Japan, Nordkorea, Südkorea, Taiwan, 2. Auflage, VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2008, 21-177.
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Juli 9th, 2009
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In einem umfangreichen Abschnitt wird die vor allem auf formelle Organisation des Staates ausführlich eingegangen. Den Schwerpunkt dieses Buches bilden jedoch wirtschaftliche Themen. Heilmann bietet einen guten Einblick in die Zusammenhänge zwischen Politik und Wirtschaft in der Volksrepublik China. Hierin besteht der Wert des vorliegenden Bandes. Er ist geeignet für Studenten der chinesischen Politik, aber auch für jede/n an chinesischer Politik und Wirtschaftk interessierte/n Leser/in. Durch seine Kompaktheit und Übersichtlichkeit durch die Gliederung in kurze Kapitel eignet sich das Buch auch zum gezielten Nachlesen bestimmter Themen.
Wichtige Begriffe werden zusätzlich zur deutschen Übersetzung in deren chinesischem Original (Pinyin) genannt. Übersetzungen sind oft nicht in der Lage die Bedeutung des Begriffes exakt zu treffen. Für den/die der chinesischen Sprache Mächtige/n ist das daher eine große Hilfe.
Leider gibt Heilmann oft recht wenig Hinweise auf weiterführende Literatur zu den behandelten Themen. Bemüht, die Übersichtlichkeit des Textes nicht durch unnötige Fußnoten zu stören, bietet der Text manchmal wenig Hilfestellungen für weitere Lektüre.
Bei aller Relevanz von Wirtschaftsthemen für die chinesische Politik werden entscheidende Themenkomplexe wie politische Diskurse und informelle politische Strukturen der Kompaktheit des Textes geopfert. In der kurzen Einleitung versucht Heilmann eine Einbettung der Inhalte in einen theoretischen Rahmen um so die Wissenschaftlichkeit des Werkes zu behaupten. Wesentliche Errungenschaft ist dabei der theoretische Pluralismus. Dieser könnte allerdings noch weiter gehen. Das hätte allerdings eine thematische Ausweitung des Textes zur Folge.
Insgesamt ist Heilmanns Einführung in die chinesische Politik ein lesenswertes Buch für Studierende der chinesischen Politik wie auch für allgemein Interessierte. Es ist auf eine dritte Auflage des Bandes zu hoffen, der die wichtigen aktuellen Entwicklungen in der chinesischen Politik miteinbezieht.
Sebastian Heilmann: Das politische System der Volksrepublik China, 2. Auflage, VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden, 2004, 313 Seiten.
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Juli 9th, 2009
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Kommt einE AusländerIn nach China, ist sie oder er konfrontiert mit einem Land, das vieles von dem, was bislang für selbstverständlich gehalten wurde, infrage stellt. Dies gilt besonders auch für JournalistInnen. Als Cornelia Vospernik 2007 als Büroleiterin des Korrespondentenbüros für China und den fernöstlichen Raum des ORF nach Beijing kam, war ihre Rolle die eines “Fallschirmkorrespondenten”. Sie wurde gleichsam über dem Land abgeworfen und unvermittelt mit den örtlichen gesellschaftlichen Realitäten konfrontiert.
In ihrem aktuellen Buch berichtet Vospernik über diese Erfahrungen. Gleichzeitig gibt sie einen guten, wenn auch recht flüchtigen Einblick in die chinesische Gesellschaft der Gegenwart. Lesenswert sind insbesondere jene Passagen, in denen die Autorin ihre persönlichen Eindrücke darlegt, die sie als Journalistin gesammelt hat. Dieses Buch ist ideal für jene, die einen knappen und lebendigen Erfahrungsbericht aus China lesen wollen, und für jene, die interessiert an den aktuellen Arbeitsbedingungen von ausländischen JournalistInnen in China sind.
In vielen Punkten bleibt Vospernik jedoch sehr an der Oberfläche des Erzählten. Raum für genauere Beschreibungen und gründliche Analysen bleibt dabei kaum. An zahlreichen Stellen wären ausführlichere Reportagen wünschenswert. Es gibt also noch viel Stoff für weitere Bücher der engagierten Auslandskorrespondentin.
Cornelia Vospernik: China live: Alltagsleben zwischen Tradition und Hightech, Verlag Kremayr & Scheriau, Wien, 2008, 191 Seiten.
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Juli 9th, 2009
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Die Wanderung ländlicher Bevölkerungsteile in Richtung der chinesischen Metropolen ist eine der größten gesellschaftlichen Veränderungen, mit denen das Land gegenwärtig konfrontiert ist. Auf der Suche nach Arbeit kommen Hunderttausende Bauern in die Städte, um sich dort (vorübergehend) niederzulassen.
Doch sie sind mit zahllosen Problemen konfrontiert. Soziale Diskriminierung, finanzielle Probleme, ausbeuterische Arbeitsverhältnisse, Willkür seitens der Arbeitgeber und mangelnde rechtliche Absicherung sind nur einige der Schwierigkeiten, mit denen sie zu tun bekommen. Die meisten der betroffenen sind Frauen.
Über die Probleme wird häufig berichtet, die Betroffenen kommen aber nur selten zu Wort. Pu Ngai und Li Wanwei legen die deutsche Übersetzung einer Sammlung von Biographien von Wanderarbeiterinnen vor, die vor allem auf zahlreichen Interviews sowie Briefen beruht. Sie erzählen die Geschichten von Dagongmei („jobbenden Schwestern“), die sich in der an Hongkong angrenzenden Sonderwirtschaftszone Shenzhen um einen Lebensunterhalt bemühen.
Sie zeigen die Vielschichtigkeit des Phänomens. Berichtet wird ebenso von den unterschiedlichen Motiven der jungen Frauen, sich auf Wanderschaft zu begeben als auch von den Lebens- und Arbeitsbedingungen vor Ort. Letztlich wird auch der Aspekt der Solidarisierung mit Kolleginnen und des Widerstands gegen die Ausbeutung durch den Arbeitgeber recht ausführlich thematisiert. Der Band wird abgerundet durch zwei Beiträge der Autorinnen, die deren persönlichen Zugang zur Thematik näher beleuchten.
Pun Ngai un Li Wanwei geben den Dagongmei eine Stimme. Dies macht diesen Band so wertvoll, auch wenn eine bessere Herausarbeitung der gesellschaftlichen Zusammenhänge an vielen Stellen wünschenswert wäre. Dagongmei gelingt es, die Vielfalt von Einzelschicksalen unter den chinesischen Wanderarbeiterinnen anzudeuten.
Pun Ngai, Li Wanwei: Dagongmei: Arbeiterinnen aus Chinas Weltmarktfariken erzählen, Assoziation A, Berlin/Hamburg, 2008, 257 Seiten, 18,- Euro.
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Juli 9th, 2009
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Dieses Buch eines der schillerndsten Auslandsreporter deutscher Medien ist mittlerweile ein Klassiker. Vier Jahre lang war der Italienische Journalist Tiziano Terzani für den Spiegel als Auslandskorrespondent in der Volksrepulik China tätig. Das vorliegende Werk ist eine Sammlung von Reportagen aus dieser Zeit. Es berichtet aus jener Periode, als China sich von den Folgen der Kulturrevolution erholte. Deng Xiaopings Reformen begannen eben zu greifen.
Terzani bietet einen Stimmungsbericht aus einem China, das sich in einer Phase der Umorientierung befindet. Eine Reihe gut recherchierter Reportagen gewähren einen Einblick in unterschiedliche Facetten des chinesischen Alltags und führt den/die LeserIn in verschiedene Regionen – inklusive der Randgebiete Tibet und Xinjiang – der frühen Achtziger Jahre. So wird auch auf die Schnelllebigkeit des modernen Chinas aufmerksam gemacht.
Auch wenn das eine oder andere Faktum aus heutiger Sicht anderes beurteilt werden muss, so ist das Werk dennoch lesenswert für jedeN China-InteressierteN von heute.
Tiziano Terzani: Fremder unter Chinesen: Reportagen aus China, Rowohlt, Reinbek bei Hamburg, 1984, 253 Seiten, derzeit vergriffen.
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Juli 9th, 2009
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Die Olympischen Spiele sind vorüber. Der Medien-Hype rund um Beijing 2008 ist abgeflacht. China ist in den westlichen Medien wieder nur eine Randerscheinung. Grund genug, Initiativen zu setzen. china.blog ist eine neue Plattform, auf der aktuelle Informationen über alles, was Politik und Gesellschaft in China (und seinen Nachbarn) betrifft, geboten wird.
Nach einiger Vorbereitungszeit kann nun diese erste Version des Blogs der Öffentlichkeit präsentiert werden. Er ist eine Ergänzung zu den Informationen herkömmlicher Massenmedien. Unabhängig von Medienhypes, wirtschaftlichen Interessen und platzbedingten Beschränkungen klassischer Medien werden wissenswerte und kritisch hinterfragte Informationen geboten.
Hintergrundberichte, Meldungen, Kommentare, Reportagen und Buchempfehlungen zu unterschiedlichen politischen und gesellschaftlichen Themen über den chinesischen Raum und seine Bewohner bilden das Herzstück dieses Blogs. Wesentliche Kriterien sind die Qualität sowie die Aktualität der Information. Hier wird keine Rücksicht auf Horse-race journalism genommen sondern versucht, die Hintergründe der Entwicklung in China zu beleuchten. Ergänzt wird das Angebot durch interessante Links zum Thema China.
Interaktivität ist ein großes Anliegen des vorliegenden Blogs. Er soll ein Forum für alle China-Interessierten darstellen. Kritik, Vorschläge und Anregung sind jederzeit erwünscht. Einschränkungen der Meinungsfreiheit gibt es nur bei rassistischen und fremdenfeindlichen Beiträgen.
Diese Seite steht erst am Anfang seiner Entwicklung. Laufend wird an ihrer Verbesserung gearbeitet. Da die Betreuung dieser Website ausschließlich ehrenamtlich erfolgt und ohne wirtschaftliche Unterstützung von außen auskommt, benötigt die Entwicklung dieses Blogs seine Zeit.
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